Ein Märchen

Es waren einmal zwei kleine Jungen, Lars und Sven, beide knapp 10 Jahre alt, die ein Instrument spielen wollten. Die beiden Jungen hatten schon vor einiger Zeit Blockflöte gespielt, was Ihnen aber nicht so gefallen hat. Eines Tages fragte die Mutter: "Wollt Ihr vielleicht Trompete spielen?". Die beiden Jungen waren von diesem Gedanken so begeistert, dass sie am darauffolgenden Donnerstag am Haus des Bläser-Chefs Werner Wemhöner an die Tür klopften. Dieser nahm die beiden Jungen als Schüler auf.

Der Bläser-Chef fuhr mit den Jungen zu einem großen ehrfurchteinflössendem Haus, welches allgemein "Gemeindezentrum Süd" genannt wurde und übergab Ihnen hier zwei magische Trompeten. Diese waren von dem Bläser-Chef verzaubert worden, so sagte er Ihnen: "Nach ein paar Jahren spielen Sie wundervolle Töne". Weiterhin erzählte er ihnen, dass die älteren Mitglieder des Posaunenchores Süd alle das Geheimnis kennen würden, dieses aber den Jungen nicht mitteilen dürften. Die beiden Jungen waren von diesen Instrumenten so angetan, dass sie sofort versuchten die ersten kläglichen Töne zu spielen, aber auch weil sie versuchen wollten hinter das Geheimnis dieser Magie zu kommen.

Als sie hörten wie falsch ihre Töne waren, wollten die beiden schon aufgeben, doch ermutigte der Bläser-Chef sie: "Ihr bekommt das Geheimnis schon heraus".

Der Bläser-Chef Werner Wemhöner erzählte den Jungen: "Wenn Ihr nicht Zuhause übt, verlieren diese Trompeten ihre Magie". Das wollten die beiden Jungen aber ganz und gar nicht und so übten sie unter der Aufsicht von Werner Wemhöner jeden Donnerstag- und später jeden Dienstagabend. Aber auch Zuhause probten die beiden, die noch lange nicht dem Geheimnis der Instrumente auf der Spur waren.

Da den beiden Jungen am Anfang nicht gleich alles gelingen wollte, kostete es dem Bläser-Chef ab und zu viele Nerven, doch gab er es nicht auf, diesen jungen Schülern etwas musikalisches Verständnis und die Fertigkeit des Trompetespielens beizubringen. Werner Wemhöner gab den beiden Jungen musikalisch so manche harte Nuß zu knacken, wobei er sie häufig ermutigen mußte, dass sie es immer wieder versuchen sollten, es würde schon irgendwann klappen.

Der Bläser-Chef verbrachte viel von seiner Freizeit für die Ausbildung seiner Schüler, die auch nach einigen Jahren immer noch nicht hinter das Geheimnis der Trompeten kamen, es aber jetzt auch nicht aufgeben wollten. Eines Tages erlaubte der Bläser-Chef Werner Wemhöner den beiden, weil ihm das, was seine Schüler gespielt hatten, gefiel, im großen Posaunenchor Süd mitzuspielen. Dort fragten sie die anderen Bläser: "Könnt Ihr uns das Geheimnis der magischen Trompeten verraten?". Doch diese sagten Ihnen: "Wir dürfen euch dieses Geheimnis nicht verraten!".

Besondere Freude bereitete es den beiden, aber auch den anderen Mitgliedern, wenn sie am Heiligen Abend in den Straßen Holzwickedes Weihnachtslieder spielen durften. Anschließend wurden immer alle Bläser von der Familie Wemhöner zum Kaffeetrinken eingeladen. Dort servierte die Hausherrin zur Belohnung ihre leckeren überbackenen Schnittchen , die von allen geliebt wurden.

Als sie schon viele Jahre im großen Chor mitgespielt hatten, kamen die beiden Jungen doch noch hinter das Geheimnis der magischen Trompeten .

Dieses Geheimnis lautet einfach:

Geduld und üben, üben, üben.

Mit diesem Märchen wollen wir uns bei der Familie Wemhöner bedanken, dass sie uns immer mit offenen Armen empfangen hat.

Unser ganz spezieller Dank gilt Herrn Werner Wemhöner, der viel Geduld mit uns hatte, damit wir hinter das Geheimnis der magischen Trompeten kommen konnten .

Vielen

Dank

Familie Werner Wemhöner

Verfasser: Sven Kniesche, Lars Kniesche

 

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